Zwischen den Jahren waren es noch 3 Staatsanwälte, die den Kauf der Kärntner Bank Hypo Alpe Adria durch die LB Bayern untersuchen sollten. Heute sind es schon sieben. Und morgen?
Der Skandal wächst und die Zahl der untersuchenden Staatsanwälte wird weiter wachsen. Es bestehen beste Aussichten, dass sie die Geschehnisse beim Kauf der Hypo Alpe Adria auch aufklären werden. Denn die CSU hängt im Strudel der damaligen Ereignisse bereits fest und die Gravitation dieses Schwarzen Loches wird sie nicht mehr freigeben.
Um sie herum wirbeln die Begriffe "überhöhter Kaufpreis", "Insidergeschäfte", "Parteispenden an die Haider-Partei", "Geheimtreffen", "3,75 Milliarden-Verlust" und "weitere 3 Milliarden-Verlustrisiko". Und dazwischen wirbeln die anderen Leichen aus den Kellern der Bayerischen Landesbank.
Österreichische Zeitungen berichten, dass beim Kauf der österreichischen Hypo Alpe Adria durch die Bayern-LB Gelder in Millionenhöhe an österreichische Parteien geflossen seien. So soll die von Jörg Haider gegründete Partei BZÖ 27 Millionen Euro erhalten haben, die konservative ÖVP 13 Millionen Euro.
Bereits 2007 hatte der frühere Kärntner Landeshauptmann Jörg Haider bei einer Befragung erklärt, die politische Führung Bayerns habe den Kauf "maßgeblich unterstützt und auch unterfüttert".
Was heißt das? D.h. hier wurden 40 Millionen Schmiergeld bezahlt. Glauben sie wirklich, dass diese 40 Millionen Euro ohne Wissen der 8 Verwaltungsräte (von insgesamt 10 Verwaltungsräten) aus der CSU, alles CSU-Granden, geflossen sind? Ohne Wissen von Stoiber ausbezahlt wurden?
Wenn sie das glauben, dann ist die CSU Religion für sie und ich gebe auf. Aber ich glaube nicht, dass sie das glauben. Denn dann hätten sie spätestens nach dem zweiten Absatz den Artikel wegen Glaubenslästerung weggeklickt.
Für mich, und ich hoffe sie und die Staatsanwälte sehen es auch so, haben hier ein amtierender bayerischer Ministerpräsident Stoiber und weitere CSU-Größen ihren Größenwahn und Gier nach Geltung durch Schmiergelder, durch Korruption, "unterfüttert".
Der Fisch stinkt vom Kopf her, so war es bei Siemens und so war/ist? es in Bayern.
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Vor der offiziellen Aufnahme der Kaufverhandlungen zwischen der LB Bayern und der Hypo Alpe Adria im März 2007 gab es am 31. Januar 2007 ein geheimes Treffen der beiden Banken, und im Februar noch ein Treffen. Der langjährige Vorstandschef der Hypo Alpe Adria, Wolfgang Kulterer, einer seiner Nachfolger, der Vermögensverwalter Tilo Berlin, und der damalige Bayern-LB-Chef Werner Schmidt hatten bei Vernehmungen im Kärntner Parlament diese zwei geheimen Treffen verschwiegen.
Beide beteiligten Banken und die Politiker, deren Spielzeug sie waren, wussten, dass der Deal über die Bühne gehen würde. Gottseidank blieb genug Zeit sich mit den billigen Aktien der Hypo Alpe Adria, die ja kurz vor der Pleite stand, einzudecken. Vor allem österreichische Politiker scheinen hier tätig geworden zu sein.
Nachdem der Handel im Oktober 2007 abgeschlossen war, wurde Kasse gemacht. Die Aktien der Hypo Alpe Adria waren enorm gestiegen.
Eine von Tilo Berlin betreute Investorengruppe soll an diesem Geschäft bis zu 175 Millionen Euro verdient haben. Ob auch bayerische Politiker beteiligt waren wird die Staatanwaltschaft in München klären müssen.
Und dann ist da noch der Kaufpreis, von dem mittlerweile fast alle Experten überzeugt sind, dass dieser so stark überhöhte Kaufpreis möglicherweise den Tatbestand der Untreue erfüllt. Zu wessen Vorteil hier abgesahnt wurde, müssen die österreichischen und deutschen Staatsanwälte klären.
Wenn die bayerischen Wähler meinen, mit dem Verkauf der Hypo Alpe Adria für symbolisch 1 Euro an den österreichischen Staat und dem Verzicht auf fast 900 Millionen Euro Forderungen der LB Bayern an die Hypo Alpe Adria sei der Käs' nun endgültig gegessen, dann irrt der immer wieder getäuschte Wähler. Noch stecken in der Hypo Alpe Adria 3 Milliarden Euro Kredite der Bayerischen Landesbank, die durchaus noch verloren gehen können.
Wenn in der bevorstehenden Klausurtagung der CSU-Landesgruppe in Wildbad Kreuth der Herr zu Guttenberg nicht den Putsch wagt und den Vorsitz der CSU übernimmt, die ehemaligen 8 Verwaltungsräte der LB Bayern zur Verantwortung zieht, einschließlich Herrn Stoiber, den Ehrenvorsitzenden der CSU, dann fürchte ich, wird auch ein solcher Politstar wie er, die CSU nicht vor einer Erholungspause retten können. Und das ist verdammt gut so. |