Die Börse fiebert. Am Montag fällt sie um 300 Punkte, am Dienstag steigt sie um 300 Punkte. Warum? Die Börse fällt, weil am Montag eine amerikanische Großbank pleite gegangen ist. Natürlich nennt man dies nicht so. Es heißt Firmenübernahme. Eine Firmenübernahme für das buchstäbliche Butterbrot. Die Börsen reagieren mit Kursstürzen.
Wie reagiert die amerikanische Notenbank, die FED? Sie senkt am Dienstag den Leitzins um 75 Punkte, d.h. um 0,75 %. Sie senkt den Preis für Geld in der Hoffnung, dass die Banken sich wieder selbst bei Geldknappheit aushelfen.
Aber die Banken misstrauen sich. Billiges Geld von der Notenbank hin oder her, wenn sie es ausleihen und es nicht zurück gezahlt wird, haben sie eine Leiche im Keller. Und wissen sie was? Dort im Keller befindet sich schon ein respektabler Friedhof.
Verzeihen sie mir, wenn ich als bayerischer Staatsbürger darauf hinweise, dass die von der Bayerischen Landesbank bisher zugestandenen Verluste von 2 Milliarden Euro nicht das Ende der Fahnenstange sind. Heute am 18. März 2008 liest man in den Medien, dass möglicherweise ein Wertberichtigungsbedarf von einer weiteren Milliarde Euro besteht.
Gehen wir einmal davon aus, dass die Bayerische Landesbank unter der Aufsicht des Übergangs-CSU-Chefs Herrn Huber nicht nur 2 Milliarden Euro in den Sand gesetzt hat, sondern mindestens 3 Milliarden Euro. Doch die Wertberichtigungen werden weiter gehen und 3 Milliarden Verlust wird nicht die Endstation sein.
Rechnen Sie doch einmal alle Verluste der deutschen Banken aus der Bankenkrise zusammen, die bisher bekannt sind. Wer steht für diese Verluste ein? Es ist der Steuerzahler.
Was könnten 2 Milliarden Euro bzw. bis heute zugestandenen 3 Milliarden Euro im bayerischen Bildungswesen bewegen?
Ach ja, die bayerische Landesbank, sie wäre so gerne ein Global Player gewesen. Doch Dank dieser völligen Selbstüberschätzung, und einer mangelnden Aufsicht von Erwin Huber, ist sie jetzt selbst ein Übernahmekandidat.
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Und wissen sie, was der Grund dafür ist? Es ist dieses neoliberale Geschwätz von der Selbstständigkeit der Märkte, von der Selbstregulierung der Märkte. Wenn selbst ein Herr Ackermann, berühmt und berüchtigter Chef der Deutschen Bank fordert, dass der Staat die Banken schützen soll, dann gesteht er das Versagen des Systems ein.
Wissen sie, was mich sehr verwundert? Anscheinend gibt es in diesem Scheißspiel nur Verlierer. Aber das stimmt nicht. Leider rätseln bis heute die Märkte über den Gewinner.
Wissen sie was? Das interessiert keine Sau! Nein, hier wird ohne jede reale Grundlage gewettet.
Was bringt ihnen die grenzenlose wirtschaftliche Freiheit? Nichts! Sie ist eine Illusion, neoliberaler Quatsch, es ist ein Fetisch, eine Illusion von Gauklern.
Wenn sie meinen politischen Standpunkt wissen wollen, dann liegt meine Präferenz ganz klar bei der SPD. Aber ich bin kein Fanatiker. Ich kann durchaus auch Grün oder ÖDP wählen.
Aber wie wäre es mit Herrn Seehofer als CSU-Parteichef und Ministerpräsident? Ich wäre mit ihm einverstanden.
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