am 11. Januar 2008

Keine Nachsicht mit Josef Schmid!

Der Noch-OB-Kandidat der Münchner CSU betreibt rechtspopulistische Armleuchterei. Regensburg kein Einzelfall!
Schmid belastet die CSU! Muss er auf die Kandidatur verzichten?

 
 

Sie kennen Josef Schmid nicht? Im bayerischen Kommunalwahlkampf gibt er als Schmierenkomödiant den " Roland Koch". Er ist der Herausforderer von der CSU des Münchner OB Christian Ude. Was er angestellt hat? Er scheint von allen guten Geistern und jedwedem Geist verlassen zu sein. Er hat es geschafft, eines der widerwärtigsten Wahlplakate der bundesrepublikanischen Geschichte für den gegenwärtigen Münchner OB-Wahlkampf zu plakatieren. Die Münchner CSU, ich kann nicht glauben, dass es von der Gesamtpartei getragen wird (oder doch ?), die Münchner CSU hat die Videobilder von den Überfällen in der Münchner U-Bahn zu einem, ich wiederhole mich, widerwärtigen Gewaltposter benutzt.

Im Opferumriss ist zu lesen: "... damit Sie nicht der Nächste sind." Die Aufnahmen und die Aufforderung Schmid zu wählen "... damit Sie nicht der Nächste sind" ist widerwärtig. Wer dies nicht ebenso empfindet, hat in einer christlichen Partei nichts verloren.

 

Dabei wird suggeriert, wie durch Roland Koch, dem Noch-Ministerpräsidenten von Hessen, die Ausländer sind das Problem. Hier handelt es sich um primitivste Ausländerfeindlichkeit und Rassismus.

Statistische Tatsache ist:

Die Kriminalstatisik 2006 des BKA listet 466.102 Fälle von Körperverletzung, davon 14,4% von Jugendlichen (14-18 J.), 12,3% von Heranwachsenden (18-21 J.), also zusammen 26,7 %, von denen wiederum nur 22% nichtdeutsche Täter sind, d.h., dass von der Gesamtzahl aller Körperverletzungsdelikten im Jahr 2006 - lediglich weniger als 6% der Taten von ausländischen Jugendlichen und Heranwachsenden verübt wurden.

Jede davon ist zuviel! Aber wer behauptet, dass die ausländischen Jugendlichen das Hauptproblem seien, sagt nicht die Wahrheit.

       
 

Haben Sie ein solches Maß von Scheinheiligkeit von einer vorgeblich "Christlich Sozialen Union" erwartet?

Fragen Sie ihre CSU-Mandatsträger, die anderen haben ja keinen Einfluss, welche Folgen die so vordringliche Haushaltskonsolidierung, mit der Stoiber glänzen wollte, für die innere Sicherheit hatte.

Sie glauben an eine einmalige Entgleisung von der Münchner CSU?

Im Wahlkampf 2001 hat die CSU der von der SPD regierten Stadt vorgeworfen, dass sie Terrorverdächtigen die Miete bezahle. Rechtspopulistischer Schwachsinn ist in der der Müncher CSU Methode. Nicht nur in Regensburg gibt es anscheinend rechtsradikales Gedankengut in der CSU.

Kennen Sie Gräfenberg? Gräfenberg liegt in Oberfranken, nahe dem mittelfränkischen Erlangen. Dort tobt in den letzten Jahren ein Kampf aller Demokraten, einschließlich der CSU, ich zähle sie immer noch dazu, gegen diese rechtsradikale Szene.

 
       

Dass diese Bilder von prügelnden Jugendlichen in der U-Bahn die Wirklichkeit in München widerspiegeln, bestreitet die Münchner Polizei. "Unsere U-Bahnen sind sicher", meinte Sprecher Wolfgang Wenger am Montag. Die Polizei wolle keine Hysterie schüren.

Das Opfer wurde von den Tätern erniedrigt. Jetzt darf es diese, seine Erniedrigung, auch noch auf Tausenden von CSU-Plakaten sehen, weil die CSU damit behaupten will, der politische Gegner sei Schuld daran.

Wenn Schmid wollte, er könnte nie halten, was er jetzt verspricht, dass sich solche Exzesstaten nicht wiederholen.

Von allen Seiten hagelt es harsche Proteste gegen dieses Plakat. Doch wie reagiert der CSU-Wahlkampfleiter Helmut Pfundstein?

Er wirft der SPD vor, das Thema Jugendgewalt zu "tabuisieren". Das Plakat zeige "keine schönen Bilder", so Pfundstein, "aber wir dürfen uns dieser Realität nicht verschließen."

 

 

Dort in der Fränkischen Schweiz bin ich Lehrer und versuche meine Schüler zu immunisieren. Wie glauben Sie wirken solche widerlichen rechtspopulistischen Aktionen, wie von Herrn Roland Koch oder von Herrn Josef Schmid, auf Schüler, die anfällig sind für Ausländerfeindlichkeit?

Vergessen wir Roland Koch, er ist Vergangenheit. Und Josef Schmid? Entweder verzichtet er auf seine Kandidatur, es wäre für die CSU das Beste, oder er wird von den Münchner Wählern zurückgetreten.

 

p.s.

Ach ja die Werbeagentur, die diese widerliche Kampagne initiiert hat, sollte man vielleicht noch erwähnen:

Agentur Pro SC Branding Solutions

 

 
   
 
 
 
 
© Wolfgang Appell 2007